Sagenhaftes Boppard - Ein Märchen geht um die Welt
Ein Märchen geht um die Welt
„Ein Märchen aus alten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn.“ Dies sind die Worte Heinrich Heines in seinem Gedicht über die Loreley, das von Heines Verleger Julius Campe 1824 in der Sammlung „Drei und Dreißig Gedichte“ veröffentlicht wurde. Auch Clemens Brentano hatte sich schon einige Jahre zuvor hier im Mittelrheintal zu seinem „Rheinmärchen“ anregen lassen, in dem er die „Lore Lay“ erschaffen hat. Der Mythos um die betörende Jungfrau, der damals entstand, ist einer der Gründe dafür, dass das „Tal der Loreley“ nun schon seit zweihundert Jahren das Ziel von Reisenden aus aller Welt ist. Und kaum einer wird sich den starken Gefühlen entziehen können, die von dieser wunderschönen Landschaft und ihren zahlreichen Sagen und Geschichten ausgehen. So erging es wohl auch dem Komponisten Engelbert Humperdinck, der sich in Boppard zu seinen weltweit bekannten und erfolgreichen Märchenopern hat inspirieren lassen. Sein „Schlösschen“, das „Humperdinck-Schlösschen“ in Boppard, wurde zu seinem Refugium, und die Märchenoper „Königskinder“, die im Dezember 1910 an der Metropolitan Oper in New York uraufgeführt wurde, zu einem großartigen und „märchenhaften“ Welterfolg.